
Sogenannte Saliera, 1540-1543, Inv. Nr. KK 881
Die einzige erhaltene Goldschmiedearbeit des schon zu Lebzeiten berühmten Florentiner Künstlers ist weit mehr als ein kostbares Tischgerät für Salz und Pfeffer. Mit seinem Bildprogramm ist es ein Sinnbild des Kosmos, auf den die Gottheiten Neptun (Meer) und Tellus (Erde) ebenso verweisen wie die Motive der Tageszeiten und der vier Winde am Sockel. Diesen Kosmos beherrscht der in Wappen und Emblemen präsente Auftraggeber: König Franz I. von Frankreich.
Titel:
Sogenannte Saliera
Künstler/in:
Benvenuto Cellini (1500 Florenz - 1571 Florenz)
Zeit:
1540-1543

Gemma Augustea, 9 - 12 n. Chr., Inv. Nr. ANSA IXa 79
Der Verherrlichung der Taten des Kaisers Augustus und seines Nachfolgers Tiberius diente der bedeutendste heute in der Wiener Antikensammlung verwahrte antike Kameo, die Gemma Augustea. Er ist aus einem zweischichtigen arabischen Sardonyx geschnitten und ein Meisterwerk der kaiserlichen Gemmenwerkstatt in Rom.Im oberen Bildstreifen thront Augustus in der Tracht und Pose Jupiters, in den Händen Szepter und Augurenstab. Zur Rechten des Kaisers sitzt Roma, die Schutzherrin der Stadt. Zwischen den Köpfen der beiden Figuren der Steinbock, das Zeugungsgestirn des Augustus, zu seinen Füßen der Adler. Auf der rechten Seite befinden sich allegorische Figuren: Oikumene, die bewohnte Erde, Okeanos, die Personifikation des Meeres, sowie Italia mit Füllhorn und zwei Knaben. Neben Roma steht in Offizierstracht der Großneffe des Augustus, Germanicus. Auf der linken Seite steigt Tiberius, der Kronprinz und Stiefsohn des Kaisers, von einem Zweigespann, das von Victoria gelenkt wird. Im unteren Bildstreifen errichten Götter (?) ein Tropaion (Siegesmal) und führen gefangene Barbaren heran. Die Darstellung bezieht sich vielleicht auf die Niederwerfung des Dalmateraufstandes: Am 16. Jänner des Jahres 10 n. Chr. zog der Oberbefehlshaber der römischen Truppen, Tiberius, in Rom ein; als Sieger trat er vor den Kaiser.Der Kameo wird erstmals 1246 in einem Inventar des Klosters Saint Sernin in Toulouse erwähnt. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts gelangte er durch Kauf Kaiser Rudolfs II. in habsburgischen Besitz.
Titel:
Gemma Augustea
Zeit:
9 - 12 n. Chr.

Ehg. Sigismund, Guldiner, frontal im Harnisch stehend, Turnierreiter, 1486, Inv. Nr. MK 164828
Titel:
Ehg. Sigismund, Guldiner, frontal im Harnisch stehend, Turnierreiter
Prägeherr/in:
Sigismund, Ehzg. ((1439–1490, † 1496) Präg. ab 1478)
Zeit:
1486

Jäger im Schnee (Winter), 1565 datiert, Inv. Nr. GG 1838
Die Gruppe von Jägern kehrt, begleitet von einer erschöpften Hundemeute, in das unterhalb liegende Dorf zurück. Nur ein einzelner Fuchs hängt an einem der geschulterten Spieße. Links daneben bereitet man das Sengen eines Schweines über offenem Feuer vor. Vergnügliche Details wie das Schlittschuhlaufen auf zugefrorenen Teichen haben zur enormen Popularität des Bildes beigetragen. Doch nicht die Summe der Details sondern die Gesamtwirkung machen seine Bedeutung aus. Virtuos und konsequent evoziert Bruegel den Eindruck permanenter Kälte.
Titel:
Jäger im Schnee (Winter)
Künstler/in:
Pieter Bruegel d. Ä. (um 1525/30 Breugel oder Antwerpen? - 1569 Brüssel)
Zeit:
1565 datiert

Die Malkunst, um 1666/1668, Inv. Nr. GG 9128
Mit der Darstellung des Malers im Atelier überhöht Vermeer das Genrebild zu einer Allegorie der Malkunst. Sein Modell posiert als Klio: Die Muse der Geschichte inspiriert den Maler und verkündet den Ruhm der Malkunst der Alten Niederlande, den sie im Buch der Geschichte verewigt. Auf die Einheit der Künste deuten Bildhauermodell, Skizzenbuch und das entstehende Bild auf der Staffelei. Die Landkarte mit den 17 Provinzen der Niederlande, vor ihrer Trennung in Nord und Süd, weist auf das Land, dessen Ruhm von altersher die Malkunst ausmacht.
Preise
Audioguide |
€ 6 |
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Audioguide „Nimm 2“ |
€ 8 |
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Audioguide Familie |
€ 9 |
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Audioguide Gruppe p.P. |
€ 4 |
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Audioguide für Jahreskartenbesitzer*innen |
€ 3 |
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Erhältlich in: Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch, Spanisch, Ukrainisch, Russisch, Koreanisch, Japanisch und Mandarin.