Grabstele
In einem architektonischen Rahmen sitzt eine mit Chiton und Mantel bekleidete Frau. Ihr gegenüber steht eine weitere Frau in gleicher Gewandung und reicht ihr die Hand. Weiter hinten in der Reliefmitte ein älterer bärtiger Mann; er ist in einen Mantel gehüllt und umfasst mit beiden Händen einen Stock, wobei er sinnend das Haupt neigt und seine Rechte ans Kinn führt. Bei den Figuren der klassischen griechischen Grabreliefs wird nicht die Darstellung der individuellen Erscheinung gesucht; die Reliefs sollen vielmehr Stimmungsbilder von Abschied und zeitloser Verbundenheit vermitteln.
Die Friedhöfe lagen in der Antike immer außerhalb der Stadtmauern. In Athen, woher der Großteil der attischen Grabreliefs stammt, befand sich der bekannteste Grabbezirk an der Ausfallstraße nach Eleusis in unmittelbarer Nachbarschaft zum Töpferviertel (Kerameikos). Neben Statuen und Marmorgefäßen (Grablekythen) wurden für die Ausstattung der Grabmäler am häufigsten Grabstelen unterschiedlichster Form verwendet.
Titel:
Grabstele
Zeit:
Mitte 4. Jh. v. Chr.
Objektbezeichnung:
Grabdenkmal
Kultur:
Griechisch
Material/Technik:
Marmor
Maße:
82 cm × 56 cm × 9 cm
Bildrecht:
Kunsthistorisches Museum Wien, Antikensammlung
Inv. Nr.:
Antikensammlung, I 1060
Provenienz:
Slg. Este - Catajo; im Besitz von Erzherzog Franz Ferdinand; 1923 inventarisch übernommen

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