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Artemis

Der kleine Frauenkopf aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. wiederholt in der Gestaltung der schmalen Augen und des Mundes mit den leicht hochgezogenen Winkeln noch die Tradition der zyprischen Skulptur des 5. Jahrhunderts, doch ist das volle Gesicht schon von feinerem Formgefühl belebt. Reich ausgestaltet ist die Frisur: Über der Stirn ist die Frisur, von einem Mittelscheitel ausgehend, wellenförmig angeordnet, zwei von den Ohren heraufgezogene Haarsträhnen sind am Oberkopf zu einer Schleife zusammengeknüpft. Das Haar ist am Hinterkopf -- in flüchtiger Ausführung -- durch drei Scheitel geteilt und hängt tief in den Nacken herab. Die Ohren sind mit länglichen, dreiteiligen Ohrgehängen geschmückt. Von der ursprünglichen Bemalung sind noch Spuren von Rot an den Lippen und an der rechten Augenbraue erhalten. Dem am Hinterkopf erhaltenen Rest eines stabförmigen Gegenstandes, vermutlich eines Köchers, zufolge handelt es sich um das Köpfchen einer Artemisstatuette, die in Typus und Gestaltung vollständigen Exemplaren aus dem Heiligtum von Pyla entsprechen dürfte. Der Kult der griechischen Jagdgöttin Artemis ist in Zypern schon für das 5. Jahrhundert v. Chr. nachweisbar und war in hellenistischer und römischer Zeit weit verbreitet.

A. Bernhard-Walcher u. a., Die Sammlung zyprischer Antiken im KHM. Sammlungskataloge des KHM Bd. 2, Wien: 1999

Titel:
Artemis

Zeit:
4. Jh. v. Chr.

Objektbezeichnung:
Kopf

Kultur:
Zyprisch

:
Idalion (Dhali, Zypern)

Material/Technik:
Kalkstein; Reste von roter Bemalung

Maße:
H. 11,8 cm

Bildrecht:
Kunsthistorisches Museum Wien, Antikensammlung

Inv. Nr.:
Antikensammlung, I 627

Provenienz:
Millosicz, Georg von, Wien; 1890 Kauf aus dem Nachlass

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