Hahn
Zu den in Zypern bevorzugten Tiervotiven gehören auch Hühner und Hähne. Die kleine Kalksteinskulptur aus Amathus zeigt einen auf einer Basis sitzenden Hahn mit vorgesetzten Beinen, den Kopf hoch aufgerichtet und die Schwanzfedern angelegt. Das Gefieder ist rot und schwarz gestreift. Reste roter Bemalung sind an Schnabel und Kamm erhalten; Schwarz bei den Augen und Nasenlöchern. Hühner gelangten erst im 8. Jahrhundert v. Chr. aus dem Orient nach Zypern und Griechenland; ihre Darstellungen sind seit dieser Zeit in der Kunst nachweisbar. Spätestens im 5. Jahrhundert gehörten sie zum gängigen Tierbestand ländlicher Anwesen. Als heilige Tiere waren sie kämpferischen Gottheiten wie Ares und Athena zugeordnet. In der Bildkunst des 6. und 5. Jahrhunderts begegnet der Hahn, der für seinen Kampfesmut und seine Unerschrockenheit gerühmt wurde, häufig als Sinnbild männlicher Tugend.
A. Bernhard-Walcher u. a., Die Sammlung zyprischer Antiken im KHM. Sammlungskataloge des KHM Bd. 2, Wien: 1999
Titel:
Hahn
Zeit:
5. - 4. Jh. v. Chr.
Objektbezeichnung:
Statuette
Kultur:
Zyprisch
:
Amathus (Zypern)
Material/Technik:
Kalkstein; Bemalung rot und schwarz
Maße:
H. 10 cm, L. 10,9 cm
Bildrecht:
Kunsthistorisches Museum Wien, Antikensammlung
Inv. Nr.:
Antikensammlung, I 637
Provenienz:
Ohnefalsch-Richter, Max; 1890 Tausch

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