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Monogrammkreuz

Das sehr gut erhaltene, massive Kreuz und die beiden Buchstaben sind aus Bronze gegossen, die achterförmigen Haken zum Aufhängen der Buchstaben sind geschmiedet. Die Oberfläche hat eine einheitliche graugrüne Patina.Deutlich zu erkennen ist der mitgegossene Einlasszapfen zur Verwendung als Standkreuz. Die ursprüngliche Aufstellung des Kreuzes ist nicht bekannt, vermutlich wurde es als selbständiges Kultdenkmal verwendet. Angeblich wurde es im 19. Jahrhundert beim Pflügen in einem Weingarten in Monastero entdeckt. Daher kann das Kreuz auch nicht mit dem Martyrium des Hl. Hilarius in Zusammenhang gebracht werden.Das Kreuz ist in der sogenannten lateinischen Kreuzform gearbeitet und wurde durch die Hinzufügung des griechischen Rho am Kopfende zum Monogramm Christi gestaltet. Manche bezeichnen diese Form auch als Staurogramm (nach dem griechischen Wort für „Kreuz“), eines der ältesten christlichen Symbole. Am Querarm sind ein Alpha und ein Omega eingehängt, der erste und der letzte Buchstabe des griechischen Alphabets; sie erinnern an die Bibelworte „Ich bin das Alpha und das Omega, spricht Gott, der Herr, der ist und der war und der kommt, der Herrscher über die ganze Schöpfung“ (Offenbarung 1,8). Die elegante Form der Buchstaben findet sich schon in spätkonstantinischer Zeit.Das Christusmonogramm wurde bereits bei Lactantius (De mortibus persecutorum 44) als "himmlisches Zeichen Gottes" interpretiert: Es diente als Siegeszeichen von Konstantin dem Großen, der es aufgrund eines Traumgesichts im Jahr 312 auf die Schilde und Feldzeichen (labarum) der Soldaten zeichnen hat lassen und die Schlacht gegen seinen Widersacher Maxentius gewonnen hat. Seit dem Kampf gegen den Arianismus wurden die Buchstaben Alpha und Omega hinzugefügt, stellvertretend für das Bild Christi.(M. Laubenberger)

Titel:
Monogrammkreuz

Zeit:
4. - 5. Jh. n. Chr.

Objektbezeichnung:
Kreuz

Kultur:
Frühchristlich

:
Aquileia (Italien)

Material/Technik:
Bronze

Maße:
Gesamt: 54,7 cm
Kreuz: 45,6 cm

Bildrecht:
Kunsthistorisches Museum Wien, Antikensammlung

Inv. Nr.:
Antikensammlung, VI 612

Provenienz:
Ritter, Hector von Baron, Podgorje bei Görz; 1874 Geschenk

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