Tenorposaune
Mit der Familie von Hans Neuschel begegnen wir der ältesten in Nürnberg ansässigen Dynastie von Blasinstrumentenmachern. Neben dem Kaiser zählte zu Hans Neuschels d. J. Kunden auch Papst Leo X. Dieser bestellte silberne Posaunen, die Neuschel persönlich lieferte. Hans Neuschels Nachfolger wurde sein Adoptivsohn Georg (Jörg) Stengel, der 1537 den Namen Neuschel annahm. Von ihm stammt die Posaune aus dem Jahr 1557, die zweitälteste der Welt. An ihr wird deutlich, dass sich die Form dieses Instrumententyps bis heute praktisch nicht verändert hat. Die Wandstärken der frühen Instrumente sind allerdings etwas dicker, und der Schallbecher ist schlanker als bei späteren Posaunen. Die einzelnen Rohrstücke sind mit einfachen Steckverbindungen zusammengefügt, was den Transport vereinfacht und bei allfälligen Reparaturen vorteilhaft ist. (rh)
Literatur: Rudolf Hopfner: Meisterwerke der Sammlung alter Musikinstrumente, Wien 2004.
Hersteller/in:
Joerg Neuschel
Zeit:
1557
Objektbezeichnung:
Tenorposaune
Kultur:
Deutschland, Nürnberg
Hersteller/in:
Joerg Neuschel
Maße:
Hüllmaß: 1090 × 180 × 190 mm
Bildrecht:
Kunsthistorisches Museum Wien, Sammlung alter Musikinstrumente
Inv. Nr.:
Sammlung alter Musikinstrumente, 706

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