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Münzkabinett

Das Münzkabinett befindet sich im zweiten Stock des Kunsthistorischen Museums. Mit über 600.000 Objekten zählt es zu den größten und bedeutendsten Münzsammlungen der Welt. Die Ausstellung besticht mit hochkarätigen Exponaten und einer eindrucksvollen historischen Ausstattung.

Faszination Münze und Medaille

Münzen und Medaillen sind Teil unserer Vergangenheit. Sie erzählen Geschichten, die Menschen seit Jahrhunderten faszinieren.

Adresse

Münzkabinett, 2. Stock
Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien
Google Maps

Öffnungszeiten

Di – So, 10 – 18 Uhr
Do bis 21 Uhr
 

weitere Besuchsinfos

Tickets

Vollpreis € 21
Ermäßigt € 18
Kinder & Jugendliche <19 frei

Tickets

Besucher*innen verbringen im Schnitt ca. 0,5 Stunden im Münzkabinett.

Die Ausstellung des Münzkabinetts ist in drei Säle gegliedert

Saal I bietet einen Überblick zur Geschichte und Entwicklung der Medaille von ihren Anfängen um 1400 in Italien bis zum 20. Jahrhundert. Darüber hinaus werden hier österreichische und europäische Ehrenzeichen präsentiert. Im Saal II steht die Geschichte des Münz- und Papiergeldes im Mittelpunkt; der Bogen spannt sich von prämonetären Geldformen und Naturalgeld über die Erfindung der Münze im 7. Jahrhundert v. Chr. bis in die Gegenwart. Saal III ist Sonderausstellungen vorbehalten. Hervorzuheben ist zudem noch die berühmte Porträtsammlung des Tiroler Landesfürsten, Erzherzogs Ferdinand II. (reg. 1564–1595), die in den Räumen des Münzkabinetts präsentiert wird.

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Das Münzkabinett im Saalplan

Das Münzkabinett ist dauerhaft im 2. Stock zu finden.

Bassano Saal Vortragsraum II I Vermeyen Kartons
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Vermeyens Kartons für den monumentalen Tapisserien-Zyklus des Kriegszugs Kaiser Karls V. gegen Tunis bilden den größten Bestand an Tapisserien-Vorlagen der niederländischen Renaissance weltweit.

Die Kartons für dieses bedeutendste, umfangreichste und teuerste Prestigeprojekt im Dienste der Propaganda Kaiser Karls V. bilden sowohl aus künstlerischer, kulturhistorischer als auch historiografischer Perspektive ein einzigartiges Werk von aller höchstem Rang.

Das Münzkabinett zählt mit rund 600.000 Objekten aus drei Jahrtausenden zu den fünf größten Münzsammlungen der Welt und bietet eine umfassende Schau von Medaillen, Münzen, Papiergeld, Ehrenzeichen und Prägewerkzeugen in einer Ausstellung.

Die Geschichte der Sammlung

Das Wiener Münzkabinett ging aus der habsburgischen Sammlung hervor und wurde kontinuierlich weitergeführt und ausgebaut.

Das Interesse an alten Münzen geht weit zurück. So waren für den Landesherrn gehobene Schatzfunde, wenn es sich um Münzen aus Edelmetall handelte, ein willkommener Zuwachs an Gold und Silber. Entweder wurden die Stücke zur Metallgewinnung eingeschmolzen, oder sie fanden Aufnahme in den fürstlichen Schatz. Aus ihm gingen zum Teil die späteren Kunstsammlungen hervor. Damit gehören Münzsammlungen weltweit zu den ältesten aller musealen Einrichtungen. Dies gilt auch für das Wiener Münzkabinett, das aus der habsburgischen Sammlung hervorgegangen ist, die kontinuierlich weitergeführt und ausgebaut wurde.

Habsburg-Tirol: Erzherzog Ferdinand II.

Habsburg-Tirol: Erzherzog Ferdinand II., 1568, Inv. Nr. MK 2486bβ

Unter Ferdinand I. (1503-1564) wurde um 1547/50 das älteste, noch heute erhaltene Inventar angelegt. Leopold Heyperger, der Kämmerer des Kaisers, verzeichnete darin fast ausschließlich römische Münzen.

Auch Erzherzog Ferdinand II. (1529-1595), Sohn des Kaisers, Landesfürst von Tirol und ein begeisterter Sammler von Kunstgegenständen, besaß eine Münzsammlung. Seine Münzschränke existieren noch heute: Sie befinden sich im Wiener Münzkabinett sowie im Schloss Ambras.

Kaiser Rudolf II. (1552-1612), der seine Residenzstadt Prag zu einem Zentrum des kulturellen Lebens machte, erweiterte ebenfalls die Bestände der habsburgischen Münzsammlung und erwies sich vor allem als Förderer der Medaillenkunst.

Doch erst hundert Jahre nach dem Tod Rudolfs II. erwachte das kaiserliche Münzkabinett aus seinem Dornröschenschlaf. Kaiser Karl VI. (1685-1740) berief im Jahre 1712 den schwedischen Gelehrten Carl Gustav Heraeus zum Medaillen- und Antiquitäteninspector. Heraeus sollte durch die Zusammenführung der in der Hofbibliothek aufbewahrten Sammlung Ferdinands II., der Schatzkammer des Erzherzogs Leopold Wilhelm in der Stallburg und der Münzensammlung von Schloss Ambras ein räumlich einheitliches kaiserliches Kabinett schaffen.

Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen (1708-1765), der Gemahl Maria Theresias (1717-1780), brachte eine neue Facette in die kaiserliche Münzsammelpolitik. Er legte sein Hauptaugenmerk auf damals moderne Prägungen. Das Jahr 1748 ist eine der Sternstunden in der Geschichte der Wiener Münzsammlung. Damals ordnete Franz I. Stephan von Lothringen an, das Numophylacium Carolino-Austriacum und das Numophylacium imperatoris Francisci I. zusammenzulegen. Die zu diesem Anlass durchgeführte Gesamtzählung ergab beinahe 50.000 Objekte, darunter allein 21.000 antike Münzen.

Im Jahre 1774 wurde mit dem säkularisierten Jesuitenpater Joseph Hilarius Eckhel ein Mann als Leiter des antiken Münzkabinetts berufen, der für die gesamte antike Numismatik von großer Bedeutung werden sollte: Seine „Eckhelsche Ordnung“ antiker Münzen nach geographischen und chronologischen Gesichtspunkten hat bis heute Bestand. Darüber hinaus hatte Eckhel mit seiner zehnbändigen Doctrina nummorum veterum dem kaiserlichen Kabinett erstmals weltweites Ansehen verschafft.

Herzog Franz Stephan I. von Lothringen (1708-1765), in ganzer Figur

Herzog Franz Stephan I. von Lothringen (1708-1765), in ganzer Figur, 1776/1777, Inv. Nr. GG 6389

Die Erkenntnisse der historischen Wissenschaften haben die Numismatik im 19. Jahrhundert verändert. Das Interesse an der Geldgeschichte kam zur rein deskriptiven Numismatik hinzu, wodurch sich auch die Sammlungstätigkeit erweiterte. Heute werden im Münzkabinett neben Münzen und Medaillen auch Papiergeld und Wertpapiere, Naturalgeld, Stempelmarken, Wertmarken, Siegel und Siegelstempel, Münzwaagen und -gewichte, Orden, Abzeichen sowie historische Münz- und Medaillenprägestempel aufbewahrt. Somit ist das Münzkabinett eine Sammelstelle für Dokumente, die Geld in allen Formen und Funktionen repräsentieren.

Zur Eröffnung des neu errichteten Kunsthistorischen Museums an der Wiener Ringstraße 1891 wurden die kaiserlichen Sammlungen, die bis dahin in den verschiedensten Häusern untergebracht waren, zusammengeführt. Das „Münz- und Antikenkabinett“ war zunächst in den Räumen des Hochparterres untergebracht und übersiedelte 1899 in den 2. Stock. Seit 1900 ist das Münzkabinett von der Antikensammlung getrennt und eine eigenständige Sammlung.

Die Eröffnung des Kunsthistorischen Museums durch Kaiser Franz Joseph I. am 17.10.1891

Die Eröffnung des Kunsthistorischen Museums durch Kaiser Franz Joseph..., 1891, Inv. Nr. GG 5990

Das Münzkabinett ist nicht nur eine der größten Münzsammlungen der Welt, sondern auch ein Forschungsinstitut im eigentlichen Sinn.

Erfahren Sie mehr über die wissenschaftlichen Projekte des Münzkabinetts.

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Medaillen und Schaumünzen - Ferdinand I. (1835-1848)
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Meisterwerke des Münzkabinetts
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