Madonna mit Kind in den Wolken
Wie durch ein Wunder der Natur entbirgt sich die Madonna dem Gewölk des bunten Achats. Die himmlische Erscheinung vermittelt den Eindruck, einerseits schon immer im Stein dagewesen und andererseits eben im Prozeß des Sich-Erfüllens zu sein. Der Stoff der Natur erscheint als Subjekt des Sich-Gestaltens; die Hand des Künstlers befreite die Figur nur zur Anschauung. Der Gemmenschneider Masnago, der vorwiegend für Rudolf II. arbeitete und von dem sich zahlreiche Werke in der Wiener Sammlung erhalten haben, war berühmt für seine Einfühlung in die Maserung des Achats, aus der diese frappierende Identität von Natur und Gestaltung glückte. Die Kamee ist bereits in Morigias Nobilità di Milano von 1595 unter den Werken Masnagos erwähnt. Die kostbare Fassung schuf Jan Vermeyen.
Titel:
Madonna mit Kind in den Wolken
Künstler/in:
Alessandro Masnago , (Schnitt) (tätig in Mailand 1560 - 1620)
Zeit:
um 1590; um 1602 (Fassung)
Objektbezeichnung:
Kameo
Kultur:
Mailand; Prag (Fassung)
Künstler/in:
Alessandro Masnago , (Schnitt) (tätig in Mailand 1560 - 1620) Jan Vermeyen , (Fassung) (vor 1559 Brüssel - 1608 Prag)
Material/Technik:
Achat, bunt; Fassung: Gold, Email
Maße:
5,5 cm × 5,5 cm
Bildrecht:
Kunsthistorisches Museum Wien, Kunstkammer
Inv. Nr.:
Antikensammlung, XII 815

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