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Ansichtssache #29

Die Prinzessin von Neapel Mengs und Velázquez

bis 05.10.2025
Ein kleines Kind in einem üppigen historischen Kleid mit Rüschen und Schleifen steht neben einem gepolsterten Stuhl. Das Kind hat einen sanften Gesichtsausdruck und einen hellen Teint. Im Hintergrund ist ein rotes Vorhangmotiv sichtbar, das einen eleganten Rahmen bietet.
Infantin Maria Theresa von Neapel (1772-1807), 1773, Inv. Nr. GG 1640

Die Sonderpräsentation Ansichtssache, die in regelmäßigen Abständen in der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums unterschiedliche Werke vorübergehend in der Dauerausstellung präsentiert, rückt in ihrer 29. Ausgabe ein meisterhaftes Portrait der neun Monate alten Prinzessin Marie-Therese von Bourbon-Sizilien in den Mittelpunkt und lässt Besucher*innen das Werk der Hofkünstler Anton Raphael Mengs und Diego Velázquez näher erkunden.

Tickets und Öffnungszeiten

Adresse

Gemäldegalerie, 1. Stock
Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien
Google Maps

Öffnungszeiten

Di – So, 10 – 18 Uhr
Do bis 21 Uhr
 

weitere Besuchsinfos

Besucher*innen verbringen im Schnitt ca. 1,5 Stunden in der Gemäldegalerie.

Über die Ausstellung

Im Jahr 1770 kehrte Anton Raphael Mengs (1728–1779), der gefeierte Hofmaler König Karls III. von Spanien, nach Italien zurück, um sich zu erholen und zugleich Bildnisse im Auftrag seines Dienstherrn zu schaffen: In Neapel sollte er unter anderen die Familie von König Ferdinand IV. und dessen Gemahlin Maria Carolina von Österreich portraitieren. Als ein Höhepunkt dieser Arbeiten kann das jetzt frisch restaurierte Bildnis der Marie-Therese von Bourbon-Sizilien gelten, das die erstgeborene Tochter des Königspaares zeigt.

Infantin Margarita (1651-1673) in rosafarbenem Kleid

Infantin Margarita (1651-1673) in rosafarbenem Kleid, 1654, Inv. Nr. GG 321

Das Portrait der etwa neun Monate alten Prinzessin beeindruckt durch seine künstlerische Raffinesse. Mit ihm schuf Mengs ein Werk, das traditionelle Repräsentation mit einer neuen Natürlichkeit und Lebendigkeit verbindet. Damit spiegelt das Bild eine veränderte Auffassung von Kindheit wider, die sich im 18. Jahrhundert verbreitete – geprägt von den pädagogischen Ideen Jean-Jacques Rousseaus, die Maria Carolina besonders schätzte.

Mengs‘ Werk zeigt zudem deutliche Anleihen an den Stil von Diego Velázquez (1599–1660), seinem bedeutendsten Vorgänger als spanischer Hofmaler. Insbesondere fallen Ähnlichkeiten mit dessen Portrait der Infantin Margarita in Rosa auf. Diese betreffen nicht nur Pose und Kleidung, sondern auch die malerische Technik: In keinem anderen Gemälde von Mengs kommt sein virtuoser Pinselstrich so prägnant zum Ausdruck wie hier, wo Farbtupfer die Stickereien und Spitzen des Kleides formen und vibrieren lassen.

Das Portrait demonstriert nicht nur Mengs' außergewöhnliche Fähigkeit, Repräsentation und Persönlichkeit zu vereinen, sondern spiegelt möglicherweise auch die dynastischen Interessen der Mutter der Dargestellten wider: Maria Carolina ließ das Gemälde an die Großmutter der Kleinen, Kaiserin Maria Theresia, nach Wien senden. Wohl nicht zufällig knüpfte Mengs an die Tradition der Infantinnenportraits von Velázquez an, die am Habsburger Hof hohe Wertschätzung genossen. Ähnlich wie die Infantin zuvor wurde Marie-Therese durch ihre Heirat mit ihrem Cousin Franz II./I. (1790) später Kaiserin des Heiligen Römischen Reiches.

"Mehr Mengs" ist im Saal VII der Gemäldegalerie zu sehen: vier weitere brillante Gemälde des international tätigen Meisters, darunter ein Altarbild, das seit fast einem Jahrhundert nicht ausgestellt war und erst kürzlich durch Spendenmittel aufwendig restauriert werden konnte.

Unsere Open-Access-Publication

Publikation

Ansichtssache #29

Mengs und Velázquez – Die Prinzessin von Neapel

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Ansichtssache im Saalplan

Die Sonderpräsentation Ansichtssache befindet sich im 1. Stock

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Die Sonderpräsentation Ansichtssache präsentiert in regelmäßigen Abständen in der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums unterschiedliche Werke.

Die Gemäldegalerie präsentiert herausragende Werke altniederländischer Maler wie Jan van Eyck, flämische Meister wie Peter Paul Rubens sowie altdeutsche Künstler wie Albrecht Dürer, ergänzt durch den weltweit einzigartigen Bestand an Bildern von Pieter Bruegel d. Ä.

Rahmenprogramm

Weitere Ausstellungen

Unsere Ausstellungen führen Sie zurück in die traditionsreiche Geschichte unseres Hauses. Hier treffen bewährte Meisterwerke auf neu erschlossene Themen – ein Blick auf Kunst, Kultur und Vergangenheit, der die Sammlung kontinuierlich beleuchtet.