Die Ägyptisch-Orientalische Sammlung weist herausragende Statuen und Reliefs aus allen Epochen der altägyptischen Geschichte auf. Dank der österreichischen Grabungen in Giza im frühen 20. Jahrhundert besitzt das Kunsthistorische Museum eine der bedeutendsten Sammlungen von Denkmälern des Alten Reiches außerhalb Ägyptens. Herausragende Bestände aus dem Mittleren und Neuen Reich, aus der Spätzeit und der Ptolemäerzeit sind im 19. Jahrhundert u.a. den Ankäufen von Ernst August Burghart und der Sammlung von Erzherzog Ferdinand Max (dem späteren Kaiser Maximilian von Mexiko) zu verdanken. Im 20. Jahrhundert gelangte durch die offizielle Fundteilung umfangreiches archäologisches Material aus Grabungen in Ägypten und Nubien in die Sammlung.
Die Erstellung von Bestandskatalogen nach Objektgruppen, Studien von ausgewählten Objekten sowie fachübergreifende Forschungskooperationen bilden den Kern der wissenschaftlichen Sammlungsarbeit. Durch Sonderausstellungen werden die Ergebnisse der Forschungen einem breiteren Publikum zur Kenntnis gebracht.