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Kunstkammer Wien Die Wiege des Museums

Die Kunstkammer des Kunsthistorischen Museums ist weltweit eine der bedeutendsten Sammlungen ihrer Art und reicht vom späten Mittelalter bis zur Barockzeit. Die Mitglieder der Familie Habsburg sammelten zahlreiche faszinierende Objekte aus Gold, Silber, Elfenbein und anderen seltenen Materialien, wie edlen Steinen, Straußeneiern, Korallen oder Haifischzähnen – rund 2.200 davon sind heute in der Kunstkammer zu bestaunen. Zu den Höhepunkten der Ausstellung zählen die Saliera von Benvenuto Cellini sowie technische Meisterleistungen wie Automaten, Uhren und wissenschaftliche Instrumente.

Die Welt im Kleinen

Die Kunst- und Wunderkammern der Renaissance und des Barocks waren enzyklopädische Universalsammlungen, die versuchten, das gesamte Wissen ihrer Zeit zu erfassen. Sie verdeutlichen außerdem den Reichtum der Besitzer*innen, ihre religiöse Überzeugung und Macht, sowie die technischen Errungenschaften ihrer Zeit.

Automat in Form eines Schiffes, zu sehen in Saal 27

Adresse

Kunstkammer, Hochparterre
Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien
Google Maps

Öffnungszeiten

Di – So, 10 – 18 Uhr
Do bis 21 Uhr
 

weitere Besuchsinfos

Tickets

Vollpreis € 21
Ermäßigt € 18
Kinder & Jugendliche <19 frei

Tickets

Besucher*innen verbringen im Schnitt ca. 1,5 Stunden in der Kunstkammer.

Tauchen Sie ein in den Mikrokosmos Kunstkammer: In 20 nach Themenschwerpunkten gestalteten Räumen eröffnet sich eine Welt des Schönen, Kuriosen und Wunderbaren.

Kaiser Rudolf II., 1603 datiert, Adriaen de Vries

Zeig mir, was du sammelst, und ich sag dir, wer du bist

Einzelne Familienmitglieder des Hauses Habsburg trugen entscheidend zur Mehrung der Bestände der Kunstkammer bei. Besonders hervorzuheben sind die Sammlungen von Margarete von Österreich, Erzherzog Ferdinand II. von Österreich, Kaiser Rudolf II. und Leopold Wilhelm. Sie alle hatten ein besonderes Interesse an sogenannten Naturalia, also Objekten aus der Natur, Kunstwerken, Erinnerungsstücken und wissenschaftlichen Instrumenten, die noch heute das Sammlungsbild prägen.

Kunstkammer in unserer Online Sammlung entdecken

Die Kunstkammer im Saalplan

Die Kunstkammer Wien ist dauerhaft im Hochparterre zu finden.

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Die Kunstkammer präsentiert rund 2.200 faszinierende Objekte, technische Meisterwerke und seltene Materialien wie Elfenbein, Straußeneier und Korallen aus dem späten Mittelalter bis zur Barockzeit.

Die Geschichte der Sammlung

Ein Anfang in Mechelen: Margarete von Österreich
Der Beginn der habsburgischen Kunstkammer geht ins 16. Jahrhundert zurück. Margarete von Österreich, die Tochter Kaiser Maximilians I., übernahm 1507 die Regentschaft in den Niederlanden und machte ihre Residenz in Mechelen zu einem Zentrum für Künstler*innen und Gelehrte. Margaretes Sammlung war über verschiedene Wohn- und Aufenthaltsräume im ersten Stock ihrer Residenz verteilt. Sie umfasste Bücher, Tapisserien, Gemälde, Skulpturen, wissenschaftliche Instrumente, Medaillen, Naturalia und Objekte aus Elfenbein, Gold und Silber. Durch ihre Sammlung wollte Margarete nicht zuletzt den politischen Erfolg der Familie Habsburg und ihre eigene Frömmigkeit zum Ausdruck bringen.

Medaillon mit Porträt Margaretes von Österreich, 1528 datiert, Conrat Meit

Das erste Museum: Ferdinands Kunst- und Wunderkammer in Tirol
Im Laufe des 16. Jahrhunderts entstanden an verschiedenen Höfen Sammlungen mit vielfältigen Beständen. Eine der beeindruckendsten Kunst- und Wunderkammern war jene von Erzherzog Ferdinand II. von Österreich auf Schloss Ambras bei Innsbruck. Verwahrt wurde diese Sammlung in einem Gebäudetrakt seines Schlosses, der eigens für diesen Zweck errichtet wurde. Darin standen in einem Saal 20 Kästen mit Objekten, die vor allem nach Materialgleichheit geordnet sind. In Ferdinands Sammlung ist auch ein Großteil aus dem älteren Besitz von Kaiser Friedrich III., Maximilian I. und Ferdinand I. überliefert. 

Adler

Adler, 1.-2. Jahrhundert, Inv. Nr. ANSA I 16

Ich sammle mir die Welt: Die Prager Sammlung Rudolfs II.
Kaiser Rudolf II. war einer der bedeutendsten Sammler und Mäzene in der Geschichte des Hauses Habsburg. Er ließ sich in der Prager Burg neun Räume für die Unterbringung seiner Gemälde, Bibliothek und Kunstkammer einrichten. Zu seiner sogenannten „großen Kunstkammer“ ist ein zwischen 1607 und 1611 erstelltes Inventar erhalten. Daraus lässt sich schließen, dass auch er die Objekte in Kästen, Truhen und Kabinettschränken geordnet hatte. Viele der rudolfinischen Schätze gingen bei der Plünderung der Prager Burg im Dreißigjährigen Krieg für immer verloren. Einige hervorragende Werke der Goldschmiede- und Steinschneidekunst der Zeit um 1600, Automaten und Uhren sowie meisterhafte Bronzen konnten kurz zuvor sicher nach Wien gebracht und in die dortige Sammlung integriert werden. 

Ein Abbild der Welt: Zuwachs unter Leopold Wilhelm
Im 17. Jahrhundert wurde die Sammlung durch die Bestände aus der Kunstkammer Leopold Wilhelms noch einmal maßgeblich erweitert. In seiner Zeit als Statthalter der Niederlande erwarb er neben rund 1400 Gemälden auch außergewöhnliche Renaissancebronzen sowie zahlreiche Kleinplastiken aus Stein und Holz, aber auch einige wenige sogenannte Exotica, Objekten aus fernen Ländern. Er brachte seine Sammlung 1656 nach Wien und richtete seine „Kunstkammer“ in der Stallburg ein. Leopold Wilhelm folgte seinen Vorgängern und verwahrte eine Vielzahl verschiedenster Objekte nebeneinander, um in seiner Sammlung ein Abbild der Welt zu zeigen.

Neuordnung im 19. Jahrhundert
Durch die Einrichtung der Kaiserlichen Schatzkammer, des Kunsthistorischen Museums und des Naturhistorischen Museums unter Kaiser Franz Joseph I. (1830–1916) veränderte sich die Aufteilung der Sammlung nachhaltig. Die ursprünglich gemeinsam verwahrten Naturgegenstände, Objekte, Gemälde, Antiken, Münzen etc. wurden aus den Gesamtbeständen herausgelöst und auf einzelne Sammlungen aufgeteilt. Im 1891 eröffneten Kunsthistorischen Museum wurden schließlich alle Kunstkammerbestände vereint. Objekte mit Insigniencharakter und solche, die an Mitglieder des Kaiserhauses erinnern, werden in der Schatzkammer gezeigt.

Erfahren sie mehr über die wissenschaftliche Arbeit der Kunstkammer.

Zur Sammlung

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Venus nach dem Bade
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Tu felix Austria lava
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Meisterwerke der Kunstkammer
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Das Haus Habsburg und die Welt der fürstlichen Kunstkammern im 16. und 17. Jh.
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Weitere Ausstellungen

Unsere Ausstellungen führen Sie zurück in die traditionsreiche Geschichte unseres Hauses. Hier treffen bewährte Meisterwerke auf neu erschlossene Themen – ein Blick auf Kunst, Kultur und Vergangenheit, der die Sammlung kontinuierlich beleuchtet.

Heute, 4. April