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Gemäldegalerie

Die Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museums Wien zählt heute zu den größten und bedeutendsten Sammlungen europäischer Malerei. Sie spannt einen Bogen über vier Jahrhunderte: von den Anfängen der Ölmalerei im 15. Jahrhundert über Renaissance und Barock bis in die Zeit Maria Theresias. Über 770 Werke laden ein, die Kunst alter Meister und Meisterinnen hautnah zu erleben.

Große Persönlichkeiten

Begeben Sie sich in der Gemäldegalerie auf einen Streifzug durch die europäischen Kunstzentren der Vergangenheit.

Machen Sie in Italien Bekanntschaft mit Tizian, Raffael und Caravaggio oder statten Sie nördlich der Alpen Albrecht Dürer einen Besuch ab. In den Niederlanden können Sie Pieter Bruegel d. Ä. und Peter Paul Rubens treffen oder Vermeer und Rembrandt beim Arbeiten über die Schulter schauen. Auch bedeutende Künstlerinnen wie Sofonisba Anguissola oder Michaelina Wautier sind in der Gemäldegalerie vertreten.

Adresse

Gemäldegalerie, 1. Stock
Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien
Google Maps

Öffnungszeiten

Di – So, 10 – 18 Uhr
Do bis 21 Uhr
 

weitere Besuchsinfos

Tickets

Vollpreis € 21
Ermäßigt € 18
Kinder & Jugendliche <19 frei

Tickets

Besucher*innen verbringen im Schnitt ca. 1,5 Stunden in der Gemäldegalerie.

Nur in Wien: Highlights der europäischen Kunstgeschichte

Die Werke der Gemäldegalerie wurden über viele Jahrhunderte von den Mitgliedern der Familie Habsburg zusammengetragen und sind heute in staatlichem Besitz. Einen besonderen Schwerpunkt der Sammlung bildet der weltweit einzigartige Bestand an Tafelbildern Pieter Bruegels d. Ä. – insgesamt zwölf Gemälde des niederländischen Meisters sind im Kunsthistorischen Museum ausgestellt. Auch Jan Vermeers Meisterwerk Die Malkunst und die sogenannten Infant*innen-Porträts, in denen Diego Velázquez den Nachwuchs des spanischen Zweigs der Familie Habsburg verewigte, können hier bestaunt werden.

Gemäldegalerie in unserer Online Sammlung entdecken

Gemäldegalerie im Saalplan

Die Gemäldegalerie ist dauerhaft im 1. Stock des Kunsthistorischen Museums zu finden.

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Die Gemäldegalerie zeigt Meisterwerke der italienischen Renaissance und Barockmalerei von Tizian, Veronese und Caravaggio sowie bedeutende Werke spanischer Maler wie Velázquez und französischer Künstler des 17. und 18. Jahrhunderts.

Die Gemäldegalerie präsentiert herausragende Werke altniederländischer Maler wie Jan van Eyck, flämische Meister wie Peter Paul Rubens sowie altdeutsche Künstler wie Albrecht Dürer, ergänzt durch den weltweit einzigartigen Bestand an Bildern von Pieter Bruegel d. Ä.

Die Geschichte der Sammlung

Die Gemäldegalerie der Familie Habsburg
Die Anfänge der Gemäldegalerie liegen im 16. Jahrhundert. Bereits Ende des 18. Jahrhunderts erreichte sie im Wesentlichen ihre heutige Gestalt. Wichtige sammelnde Mitglieder der Familie Habsburg wie Erzherzog Ferdinand II. von Tirol, Kaiser Rudolf II. oder Erzherzog Leopold Wilhelm haben ihren Charakter maßgeblich geprägt. Im 18. Jahrhundert wurden die verstreuten Sammlungsbestände zusammengeführt und in der Wiener Stallburg im heutigen MuseumsQuartier neu aufgestellt. Ab 1781 wurden die Gemälde im Schloss Belvedere erstmals öffentlich präsentiert. 1891 übersiedelte die Gemäldegalerie schließlich ins neu gebaute Kunsthistorische Museum an der Wiener Ringstraße.

Ein Zentrum der Kunst: Die Prager Sammlung Rudolfs II.
Eine wichtige Figur für die Bestände der Gemäldegalerie ist Kaiser Rudolf II. (1552–1612). Sein Hof in Prag galt als bedeutendes Kunstzentrum, Rudolfs Sammlung als besonders erlesen: Neben Werken von Pieter Bruegel d. Ä. besaß er mehrere Gemälde Albrecht Dürers und Meisterwerke des italienischen Manierismus. Seine persönliche Vorliebe für sinnliche Sujets schlug sich auch in den Werken seiner Hofmaler deutlich nieder. Als Prag 1648 durch schwedische Truppen geplündert wurde, zerstreute sich Rudolfs Besitz in alle Winde, nur ein kleiner Teil der Sammlung gelangten sicher nach Wien. Für nachfolgende Generationen von Habsburger*innen blieb Rudolfs große Sammelleidenschaft dennoch wegweisend.

Mehr ist mehr: Die Gemäldegalerie Erzherzog Leopold Wilhelms
Ein entscheidender Mitbegründer der Wiener Gemäldegalerie ist Erzherzog Leopold Wilhelm (1614–1662), der Mitte des 17. Jahrhunderts als Statthalter in den Niederlanden tätig war. Geschickt nutzte er die politische Situation gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges, um Bilder zu erwerben: Unter anderem kaufte er die Sammlungen Buckingham und Hamilton, die nach der Revolution in England auf den Markt kamen. Auch für seinen Bruder Kaiser Ferdinand III. erwarb er zahlreiche Gemälde. Als Leopold Wilhelm sich 1656 von Brüssel auf den Rückweg nach Wien machte, hatte er rund 1400 Gemälde im Gepäck, die heute einen wesentlichen Teil der Wiener Gemäldegalerie bilden.

Alles an (s)einem Platz: Die Neuaufstellung Kaiser Karls VI.
Im frühen 18. Jahrhundert beschloss Kaiser Karl VI., den auf verschiedene Residenzen verteilten habsburgischen Gemäldebesitz in Wien zu vereinigen. Seine eigene Sammlung wurde zusammen mit den Beständen aus der Prager Burg und den von Leopold Wilhelm gesammelten Werken nach einem barocken Gesamtkonzept neu geordnet und in der Stallburg aufgestellt. Karl VI. ließ außerdem von Ferdinand Storffer ein gemaltes Bildinventar anlegen, das heute eine gute Vorstellung der kaiserlichen Galerie dieser Zeit übermittelt.

Wunder des hl. Ignatius von Loyola

Wunder des hl. Ignatius von Loyola, um 1617/1618, Inv. Nr. GG 517

Museum für alle: Präsentation im Oberen Belvedere
Bereits 50 Jahre später wurde die Aufstellung Karls VI. aber wohl bereits als unzeitgemäß empfunden. Unter Maria Theresia und Joseph II. kamen in den späten 1770er und 1780er Jahren viele großformatige Altarbilder aus aufgelösten Klöstern und Kirchen hinzu, die in der Stallburg keinen Platz fanden. Maria Theresia beschloss, die Gemäldegalerie ins Obere Belvedere zu verlegen und sie öffentlich zugänglich zu machen. 1781 wurde die Sammlung, die nach historischen Gesichtspunkten geordnet war, eröffnet. Die Neuaufstellung sollte dem Anspruch der Aufklärung auf Bildung und Systematik gerecht werden. Das belegt auch das Verzeichnis der Gemälde, das einen der ersten wissenschaftlichen Publikumskataloge darstellt. Die neuartige, systematische Präsentation im Schloss Belvedere gilt als wichtiger Moment in der Geschichte des modernen Kunstmuseums.

Ein neues Haus: Der Bau des Kunsthistorischen Museums
Eingeleitet durch die napoleonische Besatzung Wiens im Jahr 1809 brachte das 19. Jahrhundert im Hinblick auf Neuankäufe für die Sammlung einen fast vollständigen Stillstand. Zwischen 1871 und 1891 errichteten Gottfried Semper und Carl von Hasenauer das Museumsgebäude am Ring, in dessen Hauptgeschoß die Gemäldegalerie bis heute untergebracht ist. Der Erste Weltkrieg besiegelte das Ende der österreichisch-ungarischen Monarchie, die kaiserlichen Sammlungen gingen in das Eigentum der Republik Österreich über. Den Zweiten Weltkrieg überdauerte der Großteil der Gemälde unbeschadet und versteckt unter anderem in Bergwerken im Salzkammergut. Heute bieten die Gemälde der ehemals kaiserlichen Sammlung Besucher*innen aus aller Welt tiefe Einblicke in die Geschichte der Kunst und der Familie Habsburg.

Erfahren Sie mehr über die wissenschaftliche Arbeit der Gemäldegalerie.

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