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Hofjagd- und Rüstkammer

Die Wiener Hofjagd- und Rüstkammer ist eine der vielseitigsten und bestdokumentierten Sammlungen ihrer Art. Sie vereint Objekte von höchstem Rang aus mehr als tausend Jahren, wobei der Schwerpunkt auf dem 15.-18. Jahrhundert liegt.

Zu ihren Höhepunkten zählen der spätgotische Reiterharnisch Kaiser Maximilians I. von Lorenz Helmschmid, der Kinder-Faltenrockharnisch von Konrad Seusenhofer für den späteren Kaiser Karl V. und der Halbharnisch „alla romana“ von Filippo Negroli für Erzherzog Ferdinand II. von Tirol. Schon 1601 wurde einer der Kernbestände der Sammlung – die „Heldenrüstkammer“ von Schloss Ambras - in Form eines illustrierten Sammlungsinventars veröffentlicht. Dieses „Armamentarium Heroicum“ gilt als der erste Museumskatalog der Welt.

Ein „Who is Who“ Europas

Ihre außergewöhnliche Bandbreite verdankt die Hofjagd- und Rüstkammer insbesondere der einzigartigen Vision Erzherzog Ferdinands II. von Tirol (1529-1595): Durch seine Sammlertätigkeit gelangten im späten 16. Jahrhundert Waffen und Rüstungen prominenter Persönlichkeiten aus ganz Europa und sogar aus dem Osmanischen Reich in die sogenannte „Heldenrüstkammer“ von Schloss Ambras.

Führung durch Sammlungshighlights der Hofjagd und Rüstkammer mit Stefan Krause

Adresse

Hofjagd- und Rüstkammer, Zugang über das Weltmuseum Wien
Heldenplatz, 1010 Wien
Google Maps

Tickets

Vollpreis 16€
Ermäßigt 12€
Kinder & Jugendliche <19 frei

Tickets

Keine andere Herrscherfamilie war mit so vielen Ländern Europas durch Heirat verbunden wie die Habsburger. Kaum verwunderlich also, dass beinahe alle westeuropäischen Fürsten vom 15. bis ins frühe 20. Jahrhundert mit Rüstungen und Prunkwaffen in der Sammlung vertreten sind.

Repräsentation eines Herrscherhauses

Über Jahrhunderte hinweg bestellten die Habsburger bei den besten Plattnern und Waffenschmieden ihre Ausrüstung für sportliche, kriegerische und festliche Anlässe.

Was für die Kaiser und ihre Familie bestimmt war, musste selbstverständlich von höchster Qualität sein. Wie die Kunstkammer birgt die kaiserliche Rüstkammer daher kunsthandwerkliche Erzeugnisse vom allerfeinsten.

Feldharnisch der Adlergarnitur, 1547, Erzherzog Ferdinand II. Sohn des Ferdinand I. von Habsburg Österreich, Landesherr von Tirol

Hofjagd- und Rüstkammer in unserer Online Sammlung entdecken

Thematische Alben

Gewinnen Sie Einblicke in die Hofjagd- und Rüstkammer durch unsere Themenalben

7 Kunstobjekte
Best of: Die Jagd
Die Jagd war nicht nur ein beliebter Zeitvertreib der sozialen Eliten Europas, sondern auch ein zentraler Bestandteil der höfischen Repräsentation.
Jagdspießeisen Hirschfänger Schnepper (Kugelarmbrust)
7 Kunstobjekte
Frühes High Tech: Feuerwaffen
Die Hofjagd- und Rüstkammer besitzt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen von Feuerwaffen.
Steinschlosspistole Scheibenbüchse mit Steinschloss und Monokel Handbüchse
9 Kunstobjekte
Sport und Spiel: Das Turnier
Trotz ihres martialischen Charakters waren Turniere ein beliebter Zeitvertreib der sozialen Eliten Europas. Dabei konnten Teilnehmer nicht nur ihr sportliches Geschick beweisen.
Die Adlergarnitur Stechlanze Mechanisches Bruststück
7 Kunstobjekte
Best of: Inschriften auf Rüstkammer-Objekten
Manche Objekte sprechen für sich selbst! Diese Gruppe umfasst ein „Best of“ der Inschriften, die sich auf den Stücken der Hofjagd- und Rüstkammer finden, von gedWaffenreden bis hin zum stolzen Selbstzeugnis eines 91-jährigen Büchsenmachers…
Skanderbeg-Helm Scheibenbüchse mit Steinschloss und Monokel Schwert mit Kalenderklinge
9 Kunstobjekte
East meets West: Islamische Waffen
Die Hofjagd- und Rüstkammer verwahrt eine der bedeutendsten internationalen Sammlungen islamischer Waffenkunst. Viele der Stücke gelangten als diplomatische Geschenke oder als Beutekunst in habsburgischen Besitz.
Stirnschildchen Sattel Pfeilköcher
5 Kunstobjekte
Made in Vienna: Luxusprodukte für den Kaiserhof
Aufgrund des Bestellungen des kaiserlichen Hofs wurde Wien in der Frühen Neuzeit zu einem wichtigen Zentrum des Kunsthandwerks.
Steinschlossflinte Flinte Steinschlossbüchse mit Monokel
6 Kunstobjekte
Seltene und exotische Materialien in der Rüstkammer
Zur Verzierung von Prunkwaffen wurden oft kostbare Materialien wie Elfenbein, Bergkristall oder Koralle verwendet. Die Stücke dienten weniger der praktischen Verwendung, sondern der Betrachtung.
Dolch samt Scheide und kleinem Messer Korallensäbel, Kordelatsch, Coltelaggio, Malchus, Malchus (mit Scheide) Flügeltartsche mit dem Bild der
8 Kunstobjekte
Kinderharnische
Purer Luxus! Wer einem schnell heranwachsenden Kind einen kostbaren Harnisch schenkt, den es nur für kurze Zeit tragen kann, der hat offenbar mehr als genug Geld.
Kinder-Faltenrockharnisch, Kinderharnisch, Kinderrüstung Kinderharnisch, Kinderrüstung Kinderharnisch
10 Kunstobjekte
Liebesglück und Liebesschmerz
Viele Kunstwerke sind berührende Zeugnisse menschlicher Gefühle und erzählen von Sehnsüchten, vom Begehren und den Verstrickungen der Liebe.
Dionysios und Melitine Grabstele Entführung der Persephone
11 Kunstobjekte
Highlights der Altniederländischen Malerei
Die erste neuzeitliche Malerei nördlich der Alpen entstand im frühen 15. Jahrhundert in den Niederlanden, welche dem heutigen Belgien und den heutigen Niederlanden entsprachen.
Kreuztragung Christi Michaelsaltar Kardinal Niccolò Albergati ? (1375-1443)
17 Kunstobjekte
Highlights der flämischen Barockmalerei
Opulenter Überschwang der Dramatik, dynamische Kompositionen und eine betörende Sinnlichkeit: das ist die überbordende Kunst des flämischen Barocks.
Großer Blumenstrauß in einem Holzgefäß Gefangennahme Simsons Mystische Verlobung des heiligen Hermann Joseph mit Maria
12 Kunstobjekte
Speis und Trank
Essen und Trinken ist ein wichtiges Thema in der Kunst. Das Mahl war auch Ausdruck von sozialem Status, von Macht, Reichtum.
Deckelpokal; sog. Burgundischer Hofbecher Trinkhorn, sog. Greifenklaue Sog. Natternzungen-Kredenz
7 Kunstobjekte
Highlights der holländischen Barockmalerei
Die nördlichen Niederlande haben im 17. Jahrhundert ihr „Goldenes Zeitalter“ der Malerei hervorgebracht. Rembrandt malte den Menschen mit scharfen Blick für Charakter und Gefühl.
Italienische Landschaft mit Aquäduktruine Bildnis eines jungen Mannes Vanitas-Stillleben
17 Kunstobjekte
Highlights der Altdeutschen Malerei
Die altdeutsche Malerei der Renaissance entwickelte sich unter dem Einfluss der Altniederländer. Albrecht Dürer brachte aber auch schon Elemente der italienischen Renaissance mit nach Deutschland.
Auferstehung Christi Hl. Georg im Kampf mit dem Drachen Bildnis eines Ordensritters
8 Kunstobjekte
Sag es durch die Blume
Rosen und Veilchen sind auch heute noch Boten von Liebe oder Freundschaft, denn große Gefühle können durch zarte Blüten ausgedrückt werden.
Grabstele des Parmeniskos Brunnenrelief Grimani: Mutterschaf mit Lamm Deckelpokal, sog. Maximilianspokal

Skanderbeg-Helm & Skanderbeg-Schwert

Die Skanderbeg-Objekte zählen zu den beliebtesten Werken der Hofjagd- und Rüstkammer des Kunsthistorischen Museums Wien. Helm und Schwert werden seit dem Ende des 16. Jahrhunderts mit Georg Kastriota, genannt Skanderbeg (1405–1468), in Verbindung gebracht. Im Laufe des 20. Jahrhunderts hat sich um diese Objekte eine Reihe von Mythen entwickelt.

Zu sehen in der Neuen Hofburg, Zugang über das Weltmuseum Wien
Tickets

Skanderbeg-Helm, wohl 2. Hälfte 15. Jahrhundert, Georg Castriota gen. Skanderbeg zugeschrieben

Events & Führungen

Alle Termine zu Führungen und Rahmenprogramm auf einen Blick.

Die Geschichte der Sammlung

Die kaiserliche Leibrüstkammer
Einen Kernbestand der Sammlung bildet die seit 1436 dokumentierte kaiserliche Leibrüstkammer. Darin wurden die Ausrüstungsgegenstände der Familie Habsburg und ihrer Gefolgschaft, hauptsächlich Harnische und Prunkwaffen, verwahrt. Durch Innovationen im Kriegswesen, insbesondere das Aufkommen der schweren Artillerie, verloren Harnische ihren praktischen Nutzen. Im 17. Jahrhundert wurden sie zunehmend als kostbare Anschauungsobjekte neben militärischen Gebrauchswaffen präsentiert.

Die „Heldenrüstkammer“ von Schloss Ambras
Der einzigartigen „Heldenrüstkammer“ Erzherzog Ferdinands II. von Tirol in Schloss Ambras bei Innsbruck verdanken wir den kulturhistorisch wichtigsten Bestand der heutigen Hofjagd- und Rüstkammer. Diese Sammlung ist das Werk eines gebildeten, kunstsinnigen und liberal eingestellten Fürsten. Er war sehr vermögend und nutzte seine Beziehungen zu den europäischen Höfen, um sein „Atrium Heroicum“ zu verwirklichen. Darin vereinte er zeitgenössische und historische Rüstungen sowie Waffen berühmter Fürsten und Feldherren. Schon im 17. Jahrhundert war diese Sammlung gegen Entgelt der Öffentlichkeit zugänglich.

Die „Hofgewehr- oder Hofjagdkammer“ 
Die Objekte aus der Hofgewehr- oder Hofjagdkammer bilden einen weiteren großen Teil der Sammlung. Die Sammlung wurde unter Kaiser Ferdinand II. (1587-1637) angelegt. In diesem Bestand ist jede Epoche bis zum Ende der Monarchie 1918 durch hochwertige Stücke vertreten. Zu den Höhepunkten zählen die Jagd- und Sportwaffen des Barock, die sich durch eine besonders elegante und reiche Ausgestaltung auszeichnen.

Vereinigung im 19. Jahrhundert
Die Ambraser Sammlung Erzherzog Ferdinands II. gelangte 1806 im Zuge der napoleonischen Kriege als kaiserliches Privateigentum nach Wien. Sie wurde dort im Unteren Belvedere ausgestellt. Die Objekte der Leibrüstkammer und Hofgewehr- oder Hofjagdkammer waren zu dieser Zeit im Kaiserlichen Zeughaus am Rennweg untergebracht. 1889 wurde die Waffensammlung schließlich als erste Sammlung des neu erbauten Kunsthistorischen Museums am Burgring eröffnet.

Hofjagd- und Rüstkammer
1936 wurde die Wiener Waffensammlung an ihrem aktuellen Standort in der Neuen Hofburg eröffnet. 1990 wurde sie umbenannt in Hofjagd- und Rüstkammer.

Erfahren Sie mehr über die wissenschaftliche Arbeit der Hofjagd- und Rüstkammer.

Zur Sammlung

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Weitere Ausstellungen

Unsere Ausstellungen führen Sie zurück in die traditionsreiche Geschichte unseres Hauses. Hier treffen bewährte Meisterwerke auf neu erschlossene Themen – ein Blick auf Kunst, Kultur und Vergangenheit, der die Sammlung kontinuierlich beleuchtet.